© NEUE MITTELSCHULE - GRAZ FRÖBEL
8020 Graz, Am Fröbelpark 1-3
Telefon: 0316 / 872-7075
HOME        KONTAKT      ANFAHRT      IMPRESSUM      UNSERE SPONSOREN      SCHUL-ANMELDUNG
Geschichte

Geschichte

Der Name Fröbel - ein geschichtlicher Überblick

Das Gebäude der Schule, erhielt seinen Namen nach dem großen Pädagogen Friedrich Wilhelm August Fröbel (1782 - 1852), der wesentliche Beiträge zur Erziehungswissenschaft des 19. Jahrhunderts leistete. Nach einigen Jahren des Studiums an verschiedenen deutschen Universitäten entdeckte er seine wahre Berufung, den Lehrberuf . Als Dozent an der Frankfurter Modellschule arbeitete und studierte er gemeinsam mit dem Erziehungsreformer Pestalozzi in der Schweiz. 1816 gründete Fröbel eine eigene Schule, in der er Erziehungsmodelle für Kinder im Alter von drei bis sieben Jahren entwickelte. Daraus entwickelte sich der auch heute noch so genannte und als eines der wenigen Fremdwörter im Englischen noch heute gebräuchliche "Kindergarten". Seine teilweise für die damalige Zeit zu fortschrittlichen Ideen zur Förderung der Kinder durch Bewegung und Spiel führten zu Anfeindungen und schließlich zu finanziellen Nöten, die ihm Schwierigkeiten bereiteten, seine Schule fortzuführen. Die Verdächtigung, seinen Neffen Julius Fröbel und dessen radikale politische Ansichten zu unterstützen, führte schließlich dazu, dass die preußische Regierung 1851 alle Kindergärten in Preußen verbot. Die Aufhebung des Verbots erfolgte erst im Jahre 1860.

Nach seinem Tode wurden auf Veranlassung seiner SchülerInnen Kindergärten in ganz Westeuropa und in den Vereinigten Staaten gegründet, nach Aufhebung des Verbots 1860 auch in Deutschland. 

 

Das Gebäude der Fröbelschule

Das Gebäude der Schule  wurde in den Jahren 1930 nach Plänen des Architekten Ernst Hüller als eine der modernsten Schulen Österreichs auf 750 Betonpiloten erbaut. Die Baukosten, auf heutige Verhältnisse umgerechnet, betrugen ca. 8,5 Millionen Euro. Im Keller des Gebäudes war für die Bevölkerung der umliegenden Wohnhäuser sogar ein Brausebad eingerichtet. Im Bürgerkrieg 1934 gab es heftige Kämpfe in der Nachbarschaft des Schulgebäudes, die auch Spuren hinterließen. Diese Einschüsse an einer Wand wurden im Zuge der Generalsanierung des Schulhauses in den Jahren 1994/95 vom Medienkünstler Richard KRIESCHE in das als "Friedenswand" bezeichnete, optisch-akustische Kunstwerk umgestaltet. Die Einschüsse in der Turnsaalwand wurden mit Metall ausgegossen, ein computergesteuertes Programm sollte, dem Verkehrslärm angepasst, Gewehrsalven und andere Kriegsgeräusche über Lautsprecher einspielen. Der akustische Teil des Kunstwerkes wurde jedoch schon bald auf Betreiben der Anrainer eingestellt. 

Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Schule von der Wehrmacht besetzt und 1942 zu einem Lazarett umgestaltet. Als die Bombenangriffe in Bahnhofsnähe immer heftiger wurden, siedelte man die SchülerInnen aus. Die Buben kamen in ein Gasthaus nach Schladming, die Mädchen nach Mariazell. 

Nach der Generalsanierung präsentiert sich die Fröbelschule wieder als wunderschönes, zweckmäßig eingerichtetes Gebäude mit einer Infrastruktur, die kaum eine andere Stadtschule aufweist. Neben einem großen Sportplatz und einer autofreien Spielstraße vor dem Gebäude gibt es auch den Friedenspark mit dem von den SchülerInnen betreuten Biotop,  2 große Turnsäle, Werk-, Zeichen - und Musikräume, eine Schulbibliothek, einen bestens ausgestatteten Physiksaal und den Informatikraum mit 13 Arbeitsplätzen. Weiters besteht die Möglichkeit, das Kulturzentrum Graz-Nord mit bis zu 300 Plätzen für Großveranstaltungen zu nutzen. 

Im Jahre 1970 waren im Hause vier Schulen mit insgesamt 1083 SchülerInnen untergebracht. Zur Zeit beherbergt das Schulgebäude einen Schülerhort des Magistrates Graz, die Volksschule Hirten mit 100 SchülerInnen, eine Expositur der Ellen-Key-Schule und die Hauptschule Fröbel mit derzeit 185 SchülerInnen.  

Als Direktor der Fröbelschule wirkte lange Jahre der bekannte Humorist Karl Panzenbeck, als Religionslehrer der ehemalige Rektor des Kulturzentrums bei den Minoriten Josef Fink. Neben dem Altbürgermeister der Stadt Graz, Alfred Stingl, zählte auch der weltbekannte Action-Star Arnold Schwarzenegger, welcher auch Gouverneur von Kalifornien war, zu den ehemaligen Schülern der Schule.