Steirische Äpfel als Lebensretter - Zivilcourage im 2. Weltkrieg


Am 12.10.2010 besuchte Herr Sandor Vandor, ein Zeitzeuge, unsere 4. Klassen.

Herr Vandor ist ein ungarischstämmiger Jude, der seit vielen Jahren in Kalifornien lebt.

Er erzählte seine Lebensgeschichte auf Englisch, Frau Weinhandl übersetzte auf Deutsch - und so wurde dieser Besuch zu einem kombinierten Unterricht in Geschichte,Deutsch und Englisch zugleich.


Herr Vandor verbrachte die letzten Monate des zweiten Weltkriegs als Zwangsarbeiter in St. Anna am Aigen, einem Ort in der Südsteiermark, nahe der ungarischen Grenze. Er konnte diese harte Zeit nur überleben, weil  es in St.Anna Menschen mit Zivilcourage gab, die ihm und seinen Kameraden trotz Lebensgefahr immer wieder etwas zu essen gaben.  Auch die Bewohner von St. Anna waren arm in dieser Kriegszeit, trotzdem halfen sie. Meistens waren es Äpfel, die sie über den Zaun des Lagers warfen oder im Gebüsch für die Zwangsarbeiter versteckten.

Nur durch eine schwere Krankheit und Glück entkam Herr Vandor dem Konzentrationslager, in dem viele Verwandte von ihm umkamen.


Als Zeichen seiner Dankbarkeit erzählt Herr Vandor seine Lebensgeschichte.


Seine Geschichte zeigt, dass wir viel Gutes tun können, vielleicht sogar Leben retten können, vielleicht nur mit einem Apfel.


Es war ein Geschenk, diesen alten Herrn zu erleben, der trotz allem so positiv und liebenswürdig ist.Dankbarkeit kann Wunden heilen.